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About Digital Art / Professional Member Denis Raven FischerMale/Germany Recent Activity
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Darkraven002
Denis Raven Fischer
Artist | Professional | Digital Art
Germany

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Clavis by Darkraven002
Clavis
Photographe/Model: Fae Dev: goo.gl/EwdWf8
Digital Art by Denis Fischer/Raven-Art www.corvus-ars.de
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Vates by Darkraven002
Vates
Credits:
Photographe: Jan Holte Teller teller.zenfolio.com/
Model: Maria Amanda FB: goo.gl/OF4nrf  Deviantart: mariaamanda.deviantart.com/
Digital Art by Denis Fischer/Raven-Art www.corvus-ars.de

Speedart Video: www.youtube.com/watch?v=FTwhZF…
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Irgendwo in New York, anno 2078.

Ein alter Mann rennt panisch um sein Leben, während er die Aktentasche so fest an seinen Brustkorb drückt, als hieße es ein neu geborenes Kind zu schützen. Durch den beißenden Rauch hindurch vernimmt er die verzweifelten Schreie derer, die in dieser ausgebrochenen Hölle ihr Leben lassen.

Feuer.
Rauch.
Explosionen.

Einer gesprungenen Schallplatte gleich, kreist nur dieser eine Gedanke durch seinen Kopf: „Ich muss es schaffen.“, während mechanisch die Stimmen aus den Lautsprechern der Überwachungssäulen ertönen: „Bitte bewahren sie Ruhe. Dies ist keine Übung. Begeben sie sich umgehend zu den Notunterkünften. Bitte bewahren sie Ruhe. Dies ist...“

Die Stimme verschwindet zwischen zwei weiteren Explosionen.

„Logisch. Ruhe bewahren, während die Menschen um einen herum wie die Fliegen sterben.“ geht es dem Alten spöttisch durch den kahlen Schädel.

Gerade in dem Augenblick, als er eine weitere Rauchwolke durchqueren will, prallt ein junger Mann ungebremst gegen ihn und schickt den Alten unsanft zu Boden. Durch den Wucht des Aufpralls gleitet ihm die Tasche aus den Händen, schlägt hart auf dem Schutt-übersäten Gehweg und verteilt ihren Inhalt quer auf dem Selbigen. Fluchend erhebt sich der Alte und macht sich daran, so schnell wie möglich seine verlorenen Unterlagen wieder einzusammeln. Glühender Zorn steht ihm ins Gesicht geschrieben. „Entschuldigung, das war keine...“ erklingt schmerzverzerrt eine rauchige Stimme hinter ihm, doch noch bevor jener seinen Satz beenden kann, fährt ihm der Alte dazwischen: „Sehen sie doch, was sie angerichtet haben, sie Penner!“ Dann wendet er seine Konzentration wieder dem Einfangen seiner Dokumente zu.

Der junge Mann erhebt sich mühsam und läuft zu dem Alten hin. „Warten sie, Ich hel...“ Eine ohrenbetäubende Explosion reißt den jungen Mann wieder von den Beinen und befördert ihn drei Meter nach hinten, wo sein Flug unsanft von einem auf der Seite liegenden Fahrzeug gebremst wird.

In seinen Ohren klingelt und summt es, seine Sinne sind wie berauscht, als er sich erneut mit zittrigen Beinen von der Erde erhebt. An der Stelle, an der eben noch der Alte stand, befindet sich nun ein riesiges Stück Stahlbeton, dass wohl einem der umliegenden Häuser gehört hatte. Zu seinen Füßen wirbelt brennend eines der Dokumente des Alten, an das eine Art Ticket befestigt zu sein scheint. Darauf erkennt er groß geschrieben die Worte Rettungskapsel A2398.

Schnell tritt er das Feuer aus, hebt die beiden Schriftstücke vom Boden und liest: „Sehr geehrter Herr Romanov, sie sind einer der von uns ausgesuchten Wissenschaftler für Projekt X. Kommen sie so schnell wie möglich mit dem angehefteten Ticket zu uns und...“ Der Rest des Anschreibens ist nicht mehr zu entziffern. Nur ganz unten findet sich noch eine Adresse.

V.i.V. Corp., 276 E 17th St., New York

Ein breites Grinsen breitet sich nun in dem Gesicht des jungen Mannes aus, während er sich zu dem Alten umdreht, dessen graue Hirnmasse sich wie Pudding auf der Straße verteilt. „Danke, Du alter, fieser Sack. So wie es aussieht, hast Du mir damit den Tag und auch meinen Arsch gerettet.“ Dann rennt er in die Richtung der angegebenen Adresse, die sich nur ein paar Straßenzüge weiter südlich befindet. Ungeachtet der schreienden Menschen um ihn herum, bahnt er sich seinen Weg durch die im Sterben liegende Stadt.

Eine Erinnerung taucht plötzlich wieder in seinen Gedanken auf. Eine junge blonde Reporterin, die stolz über die menschlichen Errungenschaften der letzten Jahrzehnte redet. Intelligente Maschinen, schwebende Fahrzeuge, interstellare Raumgleiter und letztendlich sogar die Möglichkeit ganze Planeten mittels 'Terraforming' bewohnbar zu machen.

Und plötzlich ergibt es für ihn alles einen Sinn.

Sie hatten es gewusst. So wie sie es immer wussten. Sie hatten gewusst, dass die Erde untergehen würde und hatten deshalb ihre Vorkehrungen getroffen. Es hatte zwar auch Gerüchte und Verschwörungstheorien gegeben, dass die Regierung selbst am Untergang der Erde beteiligt gewesen sei und vielerorts war es deshalb auch zu blutigen Aufständen gekommen, aber er bezweifelte, dass die Regierung einen Meteoriten damit beauftragt hatte, den Planeten zu bombardieren.

Während er sich seinen Weg über Leichenteile, Schutt und Trümmerteile bahnt, zieht eine weitere Erinnerung durch seine Gedanken. Er vernimmt die Stimme seiner Vaters, die ihm prophezeit, dass er es mit seiner 'Mir ist alles scheißegal' Einstellung nie zu etwas bringen wird. „Tja, Vater, so wie es aussieht, komm Ich jetzt sogar noch viel viel weiter und fang ein neues Leben auf einem neuen Planeten an, während Du elendig und allein mit der jämmerlichen Menschheit verreckst.“

Durchgeschwitzt und außer Atem erreicht er endlich seinen Bestimmungsort, wo ihn ein sonderbarer Anblick erwartet. Ein gigantischer, komplett in weiß gehaltener Gebäudekomplex tut sich vor seinen erstaunten Augen auf. Meterhohe Zäune, Überwachungskameras und schwer bewaffnete Soldaten sichern den Zugang auf das Gelände. Die schwarz glänzenden Anzüge der Soldaten ziehen ihn unweigerlich in seinen Bann. Er war schon immer fasziniert von diesen modernen Rüstungen. Das schimmernde Exoskeletts, das sich sich perfekt den Bewegungen seiner Träger anpasst oder die aerodynamisch geformten Helme, in dessen dunklen Visieren die Anzeigen der Sensoren blinken. Er liebt sie einfach.

Auf der rechten Schulter sämtlicher Soldaten prangt groß ein weißes rundes Logo, auf dem sich zwei kämpfende Hirsche um ein in der Mitte befindliches Schwert streiten. Darunter steht in großen, schwarzen Lettern: V.i.V. Corporation. Er hat zwar keine Ahnung, was es mit diesem Logo auf sich hat, aber er weiß, dass er genau hier seine Rettung finden wird.

Der Schreck lenkt seine Blicke von den schwer gepanzerten Soldaten weg, als plötzlich und unerwartet etwas sein Bein berührt, und hinab zur Erde, wo ein alter Mann mit grauem Haar versucht sich an ihm vorbei zu ziehen. Doch nicht die blinden Augen sind es, die ihm einen kalten Schauer über den Rücken jagen, sondern die Tatsache, dass dem Alten ein Großteil seiner rechten Gesichtshälfte fehlt und auch der Unterkiefer nur noch als blutiger Fetzen an seinem Schädel baumelt. Gurgelnd stottert der Alte ein paar unverständliche Worte, bevor er erschlafft und sein Lebenslicht erlischt.

Sein Blick fällt nun auf den Weg, aus dem der Alte gekommen sein musste. Dutzende Leichen liegen auf der Erde und bilden ein surreales Bild, das seinen Magen zusammen ziehen lässt. Nicht, dass blutende Leichen in der gegenwärtigen Situation ungewöhnlich gewesen wären, jedoch waren diese hier nur so von Kugeln durchsiebt und in Stücke gerissen.

„Keine Bewegung und die Hände dorthin, wo Ich sie sehen kann!“ erklingt eine mechanisch verzerrte Stimme hinter ihm. „Und dann langsam umdrehen!“ Er gehorcht und dreht sich so langsam wie möglich in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war, um unvermittelt in den Lauf einer Waffe hinein zu blicken. Wieder vernimmt er die verzerrte Stimme: „Was wollen sie? Verschwinden sie von hier oder es ergeht ihnen, wie ihren Freunden dort hinten!“ Seine Knie schlackern vor Angst und stotternd versucht er sich vorzustellen: „Ich... Ich bin... Mein Name... Mein Name ist Kev...“ Er verstummt und schluckt den großen Klumpen hinunter, der sich in seiner Kehle gesammelt hatte. Wenn er jetzt seinen richtigen Namen verraten würde, würden sie ihn niemals auf das Gelände lassen. „Los, reden sie endlich oder Ich jage ihnen eine Kugel in den Kopf!“ erklingt die roboterhafte Stimme des schwarzen Soldaten. Die Stille kommt ihm wie eine Ewigkeit vor, in der er krampfhaft versucht, sich an den Namen des alten Mannes zu erinnern. Dann fällt er ihm endlich wieder ein.

„Mein Name ist Romanov, Andrej Romanov und Ich bin einer der Wissenschaftler, die für Projekt X ausgewählt worden sind.“ „Ein Russe, ja?“ antwortet der Soldat und lässt ein kurzes, verächtliches Lachen erklingen. „Sie sehen nicht aus wie ein Russe. Also wer sind sie?“ Stotternd bemüht sich Kevin darum seine Maskerade aufrecht zu erhalten. „Sehen sie, meine Mutter ist Amerikanerin gewesen und Ich bin hier geboren und aufgewachsen und...“ Brutal landet der Kolben des Gewehres in seinem Bauch. „Ich hab keine Zeit für so einen Scheiß. Los, zeigen sie mir ihre Papiere.“ faucht der Krieger den zusammen gesackten und nach Luft ringenden Mann an. Mit zitternden Händen zieht er das zerknitterte Dokument aus seiner Tasche und überreicht es dem Soldaten, der es ihm ungeduldig aus den Fingern reißt. Schnell überfliegt der schwarze Kämpfer die Zeilen und spricht dann in sein Funkgerät: „Sir, der letzte Wissenschaftler, Andrej Romanov, ist soeben eingetroffen.“ Und eine zweite, ebenso verzerrte Stimme gibt zur Antwort: „Ah, endlich. Worauf warten sie noch? Lassen sie den Mann sofort passieren!“ „Ja, Sir.“

Der Soldat kramt in einem Beutel, der an seiner Hüfte hängt, holt ein kleines, ebenso schwarzes Gerät heraus und heftet es wortlos an die Schulter des falschen Wissenschaftlers. „Was ist das?“ will Kevin wissen. „Das, Herr Romanov, wird sie davor bewahren vom Plasmaschild pulverisiert zu werden.“ gibt der Krieger emotionslos zurück. „Und nun gehen sie bitte. Sie werden bereits erwartet.“ Dabei weist er ihm den Weg zu einem großem, arktisch weißem Tor.

„Scheiße, das hat mich mindestens drei Jahre meines Lebens gekostet.“ murmelt Kevin leise, während er sich seinen schmerzenden Bauch reibt und zu dem Tor läuft. „Ich hoffe, es läuft auch weiterhin so gut.“

Kaum hat er das Tor erreicht, öffnen sich auch schon dessen Pforten und lassen ihn hindurch schreiten. Ein elektrisierendes Kribbeln durchströmt seinen Körper beim Passieren des Schildes. Scheinbar hat der Soldat die Wahrheit gesagt. Erleichtert darüber noch immer am Leben zu sein, wischt er sich den Schweiß von der Stirn und wirft einen Blick auf das nun vor ihm liegende Gebäude. Es gleicht einem riesigem Schildkrötenpanzer, der aus großen weißen Metallplatten zu bestehen scheint. Nirgends kann er eine Tür oder ein Fenster erblicken. Ja, nicht einmal das winzigste Schild ist an seinen glatten Metallwänden angebracht.

Sein Blick haftet just in dem Moment auf der Mitte des Komplexes, als sich fünf der weißen Platten nach oben bewegen und im Inneren verschwinden. An ihrer Stelle befindet sich nun ein kleiner, schmächtiger Mann in einem weißem Kittel, der eine riesige Hornbrille auf der Nase trägt und dessen Haare ungezähmt in alle Richtungen abstehen. Kevin muss sich ein Lachen verkneifen, während ihm durch den Kopf geht, dass dieser Typ wie ein Hobbit aussieht, der wohl die letzte Nacht mit einem Elektroschocker geschlafen hatte. Und in seiner rechten Hand hält er einen Kaffeebecher, auf dem 'Kaffee am Morgen hebt die Stimmung, selbst wenn die Welt untergeht.' geschrieben steht. Ziemlich geschmacklos in der gegenwärtigen Situation. Zumindest für die meisten Menschen. Nicht jedoch für Kevin, dem der Spruch ein Grinsen entlockt.

Schon kommt ihm der zersauste Wissenschaftler entgegen und begrüßt ihn fröhlich: „Herr Romanov, wie schön, dass sie es doch noch geschafft haben. Und schön, dass wir uns nun auch einmal persönlich begegnen.“ Dann mustert er ihn von oben bis unten und fügt mit seiner übertrieben frohen Stimmung hinzu: „Sie sehen ja furchtbar aus. Kommen sie, wir gehen lieber wieder nach drinnen. Hier draußen ist es so furchtbar laut und dreckig.“ Nun kann Kevin nicht mehr an sich halten und bricht angesichts dieses abstrusen Kontrastes in schallendes Gelächter aus. Hier draußen geht die ganze verdammte Welt vor die Hunde und dieser Kerl hier wirkt so fröhlich, als hätte er die ganze Zeit in seiner 'Hobbithöhle' gelebt und mit seiner Zwergenfreundin gespielt.

Den letzten Gedanken verwirft er allerdings wieder, nachdem sie die 'Hobbithöhle' betreten haben. Eine perlmuttfarbene Roboterfrau, die in einer Halterung an der Wand hängt, begrüßt ihn mit einer erschreckend menschlichen Stimme: „Willkommen in der V.i.V. Corporation. Mein Name ist Lauren und Ich...“ Schon gut, Lauren“, gebietet der Wissenschaftler der Roboterdame Einhalt: „Ich kümmere mich persönlich um unseren Gast.“ Wortlos erlöschen die Augen des Roboters.

Mit offenem Mund und tausend Fragezeichen im Gesicht schaut Kevin den Wissenschaftler an. „Ja, wir hier bei der V.i.V. Corporation sind spezialisiert auf Robotertechnik.“ antwortet der Zerzauste mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Das und noch ein paar andere Sachen...“ Dann zwinkert er ihm zu. Kevin begreift, dass dieses Zwinkern ihm wohl zu verstehen geben soll, dass er die 'anderen Sachen' gleich selbst zu Gesicht bekommen würde.

Gemeinsam durchqueren sie das Gebäude und betreten einen langen Korridor, der aus den selben weißen Metallplatten zu bestehen scheint, wie der äußere Schildkrötenpanzer und ganz am Ende dieses Ganges befindet sich eine große, schwere Stahltür. Sie laufen weitere endlose Minuten schweigsam nebeneinander her, bis sie endlich die Tür erreichen, die wie das geschlossene Maul eines Monsters auf ihre Beute wartet. Der Zwerg kramt in seinen Taschen, zaubert eine Karte daraus hervor und hält sie vor die blanke Wand. Eine der weißen Kacheln schiebt sich zur Seite und eine kugelförmige Kamera kommt zum Vorschein, die die Karte mit einem rotem Licht abtastet. Dann erklingt aus einem verstecktem Lautsprecher: „Willkommen zurück, Stan Rimsley, bitte treten sie ein.“ und die Tür öffnet sich mit einer Geschwindigkeit, die Kevin niemals von so einem Stahlkoloss erwartet hätte. Und scheinbar schaut er dabei so ungläubig und verdutzt, dass Stan grinsend zu ihm spricht: „Ja, manchmal muss es eben schnell gehen.“ Der Wissenschaftler will seinen Weg gerade fortsetzen, als ihm etwas einfällt: „Oh, verzeihen sie mir meine fehlenden Manieren. Habe Ich
es doch glatt versäumt, mich ihnen vorzustellen. Auch wenn der Computer es eben schon erwähnte, so möchte Ich es der Höflichkeit halber doch noch selbst tun. Mein Name ist Stan Rimsley und Ich bin ein großer Bewunderer ihrer Forschungen.“ Dabei hält er Kevin seine Hand hin, die dieser ergreift und schüttelt. „Freut mich auch sie kennenzulernen, Stan. Und nun, wo soll es hingehen?“ „Das werden sie gleich sehen.“ antwortet er breit grinsend.

Gemeinsam durchschreiten sie das stählerne Maul und landen in einem riesigen, ebenso steril in weiß gehaltenem Raum, an dessen Kuppel groß das schwarze V.i.V. Logo mit den Hirschen prangt. Im Raum selbst sind unzählige Maschinen, Roboter und Konsolen verteilt, die sich allesamt um eine seltsame schwarze Kugel anordnen. Die Front der Kugel besteht aus einem dicken Glas und man kann dahinter einen Sitz, blinkende Lichter und zahllose Schläuche erkennen. Wie schon zuvor bei den Soldaten, funkeln die Augen Kevins nur so vor Neugier und Begeisterung. Das entgeht auch dem Wissenschaftler nicht und er spricht stolz, ja fast schon ehrfürchtig: „Das, was sie hier vor sich sehen, ist die Krone unserer Schöpfung und ihr Ticket in eine neue Heimat.“ und fügt noch hinzu: „Und entschuldigen sie, dass Henry sie nicht begrüßen konnte: Er befindet sich bereits auf der Reise.“ „Welcher Henry?“ rutscht es Kevin in einem Moment der Unaufmerksamkeit heraus und Stan antwortet verdutzt: „Ich meine natürlich den Henry, der sie kontaktiert und hier hier bestellt hat.“ Innerlich fluchend beißt sich Kevin auf die Lippe und versucht seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. „Ach so, Henry, ja, tut mit leid. Durch den ganzen Stress in dieser Hölle da draußen, war mir doch glatt sein Name entfallen.“ Das scheint dem Wissenschaftler als Erklärung zu genügen. Er zuckt nur mit den Schultern und stimmt dann von Neuem seine Fröhlichkeit an. „Na, dann wollen wir sie mal fertig machen und auf die Reise schicken, bevor der große Bruder der Meteoriten hier aufkreuzt.“

Kevin sieht sich im Raum um und nachdem er nur eine einzige schwarze Kugel erblicken kann, wendet er sein Wort an den Zersausten, der sich bereits daran macht das System zu starten: „Ich sehe hier nur noch eine einzige Rettungskapsel. Was ist mit ihnen?“ „Oh, Ich gehöre leider nicht zu den Auserwählten, aber zumindest kann Ich dafür sorgen, dass die Menschheit auch weiterhin existiert.“ Jenseits der Fröhlichkeit zeigt sich nun Trauer in seinem Blick.

Wortlos beobachtet Kevin den Wissenschaftler bei seinen Vorbereitungen. Es dauert eine kleine Weile, eh er das Wort wieder an den falschen Romanov wendet: „So, die Geräte laufen und alles  funktioniert einwandfrei. Jetzt muss Ich sie nur noch verkabeln. Setzen sie sich bitte.“ Erneut tut Kevin, wie ihm geheißen wurde und platziert seinen Körper in der gläsernen Kugel, wo er emsig von Stan verkabelt wird. Zu guter Letzt setzt er ihm noch eine gläserne Maske auf und verschließt die Kapsel.

Durch einen Lautsprecher im Inneren vernimmt Kevin die Stimme des Wissenschaftlers. „So, wir sind startklar. Ich muss nur noch die Kuppel öffnen und dann steht ihrer Reise zu den Sternen nichts mehr im Wege. Aber davon werden sie nichts mehr mitbekommen, da durch ihre Maske bereits ein spezielles Schlafgas strömt, dass sie bis zu ihrer Ankunft auf Planet X betäuben wird. Ich wünsche ihnen viel Glück.“ Die Antwort Kevins wird durch die Maske gedämpft. Stan lächelt ihm deshalb nur noch einmal aufmunternd zu, läuft ans andere Ende des Raumes und drückt den Knopf, der den oberen Teil der Kuppel öffnet. Dann betritt er das kleine angrenzende Büro, setzt sich vor die aufgebauten Monitore und tippt den Startbefehl in die Konsole ein. Durch das Fenster kann er verfolgen, wie die Greifarme die Kugel auf ihre Startposition hieven und die Triebwerke zünden, um die Kapsel auf ihre lange Reise zu schicken.

Grinsend schaut Stan ihr hinterher, wie sie immer höher in den Orbit steigt. „Tja, Mr. Romanov, so wie es aussieht, werde Ich doch noch meine Rache dafür bekommen, dass sie mir den Science World Award vor der Nase weg geschnappt haben. Nur zu schade, dass Ich nicht mehr in ihr erschrockenes Gesicht sehen kann, wenn das Betäubungsgas in wenigen Minuten seine Wirkung verliert und...“ Verschmitzt fällt sein Blick auf das Paket, das in dem kleinen Büro liegt und mit 'Warnung - Hochexplosiv' gekennzeichnet ist...
Story to the Artwork Rescue Capsule (German)
Story by Denis Fischer/Raven-Art www.corvus-ars.de
Lektorat Dark Xperience www.dark-art-world.de
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:iconblack-b-o-x:
Black-B-o-x Featured By Owner Nov 16, 2014
:iconthankyouveryplz: :sun:
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:iconkarahrobinson-art:
KarahRobinson-Art Featured By Owner Sep 4, 2014  Hobbyist Digital Artist
Amazing gallery :love: 
Reply
:iconopheeblack:
Opheeblack Featured By Owner Aug 4, 2014  Hobbyist General Artist
Lovely gallery!
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:iconrosecs:
RoseCS Featured By Owner Jul 21, 2014
Your art has been featured here:roses2011.deviantart.com/journ…
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:iconsweetlylou:
Sweetlylou Featured By Owner Apr 14, 2014  Hobbyist Digital Artist
Your gallery is great ! :heart: !
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:iconandaelentari:
Andaelentari Featured By Owner Apr 13, 2014  Professional Digital Artist
thanks for faving! :hug:
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:iconthedarkinker:
thedarkinker Featured By Owner Mar 1, 2014  Professional Digital Artist
Thanks for the FAV!! :D
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:iconthedarkinker:
thedarkinker Featured By Owner Feb 8, 2014  Professional Digital Artist
Massive thanks for the deviantWATCH !! :D
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:iconthedarkinker:
thedarkinker Featured By Owner Feb 8, 2014  Professional Digital Artist
Thanks for the FAV!! :D
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